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Ally McBeal * Die Serie

Der mehrfache Emmy-Preisträger David E. Kelley (“Chicago Hope”, “Picket Fences”, “The Practice”) geht neue Wege mit einer innovativen Stunde der Dramatik, die in einzigartiger Weise mit Humor vermischt ist, welche die private und öffentliche Persönlichkeit einer jungen Anwältin einfängt.

Ally McBeal, gespielt von der preisgekrönten Broadway-Schauspielerin Calista Flockhart (“The Birdcage”, “Three Sisters”), ist im Gerichtssaal ausgesprochen sicher, doch um so unsicherer in vielen Details in ihrem Leben außerhalb… welche in Phantasiesequenzen, Flashbacks und Kommentaren zum Leben erweckt werden.

Ally ist Single – nachdem sie sich von ihrem langjährigen Freund, Billy Thomas (Gil Bellows, “Love an A .45”, “Law & Order”), getrennt hat. Ally and Billy waren mal zusammen, mal nicht, seit sie 7-jährige waren. Sie spielten als Kinder “Doktor”, waren als Erwachsene ein Paar und zerstritten sich über einer Rechtsprüfung an der Schule, besonders als Ally sie bestand und Billy nicht.

Nun haben die Umstände Ally gezwungen, einer prestigeträchtigen Bostoner Anwaltskanzlei beizutreten, die von ihrem Nemesis auf der Rechtsschule, Richard Fish (Greg Germann, “Ned and Stacey”) geleitet wird. Er ist ein cleverer, prozeßfreudiger Brahmane, der einen Killer-Anwalt erkennt, wenn er eine(n) sieht. An ihrem ersten Tag im Büro trifft Ally ihren neuen Kollegen: Billy… derselbe! Er ist nun mit der schönen und gewinnenden Georgia (Courtney Thorne-Smith, “Melrose Place”) verheiratet, die Ally nicht mögen möchte – aber nicht kann – und die zwei werden Freundinnen. Ally und Billy finden sich nun in einer unbehaglichen Situation wieder, doch keiner von ihnen will gehen. Tatsächlich könnte ihre sehr reale, lebenslange gegenseitige Anziehung wieder von neuem aufleben.

Es sind einzigartige und amüsante Elemente, wenn Ally auf irgendjemanden oder etwas reagiert, sieht/hört der Zuschauer, was sie wirklich denkt, in Phantasiesequenzen. Ihr Innerstes erwacht buchstäblich zum Leben – und Ally ist alles andere als scheu, einige ihrer innersten Gedanken und Meinungen sind ziemlich heftig!

Beeinflußt von Kelleys Art von Humor und Einsichten, bietet “Ally McBeal” eine romantische Dreiecksbeziehung, ein reiches Phantsieleben und einen gegenwartsbezogenen Blick auf das Drama und die Ängste der Situationen in einem Büro im richtigen Leben. Diese Rechtsserie schwört darauf, eines der aufregendsten und sensibelsten Portraits einer jungen berufstätigen Frau zu bieten, das je von einem Mann geschaffen wurde.

“Ally McBeal” ist eine David E. Kelley Produktion in Zusammenarbeit mit 20th Century Fox Television. Kelley ist der ausführende Produzent, Jeffrey Kramer Koproduzent. In Deutschland hat VOX die Rechte an allen Folgen!

Alle erschienenen Boxsets auf DVD

Die Studio-Adresse

Ally McBeal
c/o Manhattan Beach Studios
1600 Rosecrans Ave.
Building 4A, 3rd floor
Manhattan Beach, CA 90266
USA

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Ally-“Soundtracks”


Just say: Farewell Ally! * Ein Nachruf

Fünf lange Jahre durften wir nun teilhaben am turbulenten und spannenden Leben der Ally McBeal. 5 Jahre haben wir damit zugebracht, Woche für Woche durch 'das Schlüsselloch' zu spicken und uns an Allys manchmal recht konfusem Lebenswandel zu erfreuen, mitzufiebern und machmal auch den Kopf zu schütteln.

Was uns wohl am meisten im Atem gehalten hat war ihre unermüdliche Suche nach Mr. Right. Da war Billy – die Jugendliebe, Greg – jener liebenswerte Arzt, unzähliche One-Night-Stands in einer Waschanlage oder mit einem Aktmodel. Nicht zu vergessen jener Mann, bei dem Ally das Gefühl hatte, das Leben an seiner Seite würde ewig sein und Sex nicht länger als 2 Sekunden dauern – Brain! “Ich passe zu jemandem, der langweilig ist?”

Aber jede Suche wird irgendwann mit dem “Zieleinlauf” belohnt. Dieses Ziel hieß in diesem Fall Larry Paul. Robert Downey Jr. hat die vierte Staffel mehr beeinflusst und geprägt als jeder andere Darsteller. Seine Darstellung war brilliant und sensationell gut, was dazu geführt hat, daß er die komplette Crew, insbesondere Calista Flockhart mitgerissen hat.

Die vierte Staffel war die erste Staffel in der Ally fast duchgehend nicht mehr als Single aufgetreten ist sondern der Zuschauer erstmals eine glückliche und strahlende Ally McBeal zu sehen bekam, die fast eine ganze Season lang keinen Therapeuten mehr in Anspruch nehmen mußte. David E. Kelley hat mit der 4. Staffel zweifellos sein persönliches Meisterstück hingezaubert: fabelhafte Drehbücher voller Witz, Tempo, Zynismus, Charme und Romantik. Dazu großartige Darsteller wie Robert Downey Jr., Anne Heche, Taye Diggs und Sting neu hinzu verpflichtet – diese Staffel war ein einziges Feuerwerk der Begeisterung und für den Zuschauer ein absolutes Muß!

Besonders diese Romanze von Ally und Larry hat mehr Emotionen beim Publikum ausgelöst als Harry and Sally oder Schlaflos in Seattle. Diese zarte Annäherung dieser beiden starken und doch so unterschiedlichen Persönlichkeiten hat einen Woche für Woche in den Bann gezogen. Ein Wechselspiel zwischen Annäherung und Rückzug – wunderbar. Von der ersten zaghaften Berührung der Hände bis hin zum ersten Kuß haben wir mit Ally mitgefiebert. Wundervolle Streitgefechte gepaart mit romantischen Momenten über eine ganze Saison verteilt – großartig.

Aber auch Personen wie Jackson (Taye Diggs) und Melanie (Anne Heche) waren so bestechend gut das man als Zuschauer nie genug von dieser Staffel bekommen konnte.

Leider wurde DEK durch Robert Downey Jr.'s Rückschlag unverschuldet dazu gezwungen, einen schon abgedrehten, wunderbaren Schluß Hals-über-Kopf umzuschreiben und schneiden. Längst gedrehte Szenen wanderten notgedrungen ins Archiv. Leider handelte es sich dabei um die Hochzeitszene von Ally und Larry, eine Szene, die Calista Flockhart als die schönste Ally-Szene aller Zeiten bezeichnet hat.

Dadurch war auch klar, daß die 5. Staffel einen anderen Verlauf nehmen würde als ursprünglich geplant – eine Staffel die rund um Ally und Larry aufgebaut werden sollte mußte in eine neue Richtung gebracht werden, Ally befand sich plötzlich und unerwartet wieder auf der Suche nach Mr. Right und zu allem Überfluß wurde sie mit einer 10-jährigen Tochter überascht, die das Resultat einer Eizellenspende aus Unitagen war.

Außer dem schmerzlich vermißten und doch ständig, wenn auch unsichtbar, immer präsenten Robert Downey Jr. wurden Lisa Nicole Carson (Renée), Luci Liu (Ling) und zwischenzeitlich auch Peter MacNicol (John Cage) schmerzlich vermißt.

Die neuen Charactere wie Victor (Jon Bon Jovi) und Maddie (Allys neue Tochter) blieben sehr blaß, bzw. im Falle Maddie gingen sie den Zuschauern permanent auf die Nerven und verwandelten eine ehemals witzige und temporeiche Serie rund um eine schräge Bostoner Anwaltskanzlei in eine langweilige Mutter-Tochter-Storyline die überhaupt nichts mehr mit der alten Ally gemeinsam hatte.

Die Zuschauer waren nicht gewillt, nach Larry einen anderen Mann an Allys Seite zu akzeptieren, schon gar nicht jenen farblosen Hobby-Maler und Klempner Victor. Der Grund, weshalb nicht auch der Rest der verbliebenen Zuschauer das Handtuch geworfen hatte, lag an DEKs geschickten Täuschungsmanövern, durch welche er dem Fan Folge für Folge immer das Gefühl vermittelt hatte, Larry könnte plötzlich wieder aus Allys Fahrstuhltür ins Büro stolpern und mit seinem umwerfenden Lächeln ausrufen: “are you ok?”

Doch wie so oft im Leben kommt es meistens anders als man denkt: Ally zieht am Ende dieser großartigen Serie mit Tochter Maddie nach NYC, um das Mädchen wieder in ihre gewohnte Umgebung und in Nähe ihrer Tante und Freunde zu bringen – eine Entscheidung gegen Beruf und Liebe, für das Wohlergehen der Tochter. Aber das war nicht das Einzige, das den Zuschauer aus allen Wolken hat fallen lassen hat. Auch die unerwartete Hochzeit von Richard Fish mit der 25jährigen Liza (Christina Ricci), welche er erst 3 Folgen zuvor kennen gelernt hatte, ließen den Betrachter nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen.

Ally McBeal hat für immer ihre Türen geschlossen und überläßt uns nun den zahlreichen ungeklärten Fragen über Fragen, an denen wir wohl noch eine ganze Weile zu knabbern haben werden.

© ally-mcbeal.de * kb * 24.05.2002


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Datum des Ausdrucks: 26.05.2017