» Die Seriendarsteller in Filmen
wochentags, 18:00 Uhr, RTL2
Courtney Thorne-Smith
in “Immer wieder Jim”
wochentags, 13:15 Uhr, Premiere Start
Courtney Thorne-Smith
in “Melrose Place”
dienstags, 21:15 Uhr, RTL
Lisa Edelstein
in “Dr. House”
mittwochs, 20:15 Uhr, RTL2
Hayden Panettiere
in “Heroes”
mittwochs, 23:00 Uhr, VOX
Anne Heche
in “Men in Trees”
donnerstags, 23:15 Uhr, SAT.1
Peter MacNicol
in “Numb3rs”
Im Kultursommer des Jahres 2001 spielte – neben der Gruppe “Pur”, den “Scorpions” und “Sasha” (er sagte im letzten Moment jedoch wegen einer Grippe ab) – auch die aus der Kultserie Ally McBeal bekannte Vonda Shepard.
Vorgruppe war Sven Schumacher und seine Band – ein bisher ungeschriebenes Blatt im (kommerziellen) Popbusiness. Musikalisch durchaus nicht schlecht und mit seinen emotionalen Songs gut zu Vonda Shepard passend.
Zu kritisieren an seinem Auftritt war jedoch das zu laute Schlagzeug im Hintergrund. Man hatte das Gefühl, dass der Schlagzeuger aus dem Safri-Duo ein Safri-Trio machen wollte. Auf jeden Fall hämmerte (es war wirklich ein hämmern) er so kräftig ein, dass man Sven Schumacher teilweise schwer verstehen konnte.
Zudem hätte diesem etwas mehr Selbstbewusstsein (”…äh, der nächste Song, äh, na ja, der ist für eine, hmmm, Frau, die ich, hmmm, na ja, noch nicht gefunden, äh, habe…) auch nicht geschadet. Normalerweise würde man mangelndes Selbstbewusstsein auch nicht kritisieren, bzw. ins lächerliche ziehen, jedoch wirkte diese Schüchternheit aufgesetzt und unnatürlich. Man hatte das Gefühl, dass Sven Schumacher die Intention verfolgte sich durch diese überaus peinlichen Pausenfüller ins Rampenlicht zu rücken.
Dieses Rampenlicht gehörte aber eindeutig Vonda Shepard. Um 21.15 Uhr betrat sie unter dem tosenden Applaus der 2500 zahlenden Besucher die Bühne. Nach zwei sehr ruhigen Stücken am Klavier (u.a. “Maryland”) bemerkte die ständig lachende und vollkommen überdrehte (beides wirkte sich übrigens sehr sympathisch auf den Auftritt aus) Vonda mit typisch amerikanischem Akzent: “In Germany sagt man, es ist cold”, rannte wie von der Tarantel gestochen von der Bühne, holte sich eine Lederjacke und einen Schal, warf diesen nach dem nächsten Stück wieder weg und holte ihn sich anschließend wieder. Dieses lustige Ritual füllte die kurzen Unterbrechungen zwischen den einzelnen Songs.
Generell hatte man das Gefühl, dass Vonda an ihrem Auftritt sehr viel Spaß hatte. Dies übertrug sich natürlich auch auf das Publikum, dass beim ersten etwas flotteren Song geschlossen aufstand und begann zu tanzen (auch in Folge der von vielen Besuchern unterschätzten Kälte). Die Location zwischen Dom und Rathaus beschrieb Vonda kindisch naiv: “There is a tree (Vonda zeigte auf einen Baum…), there is a very nice building (…auf das beleuchtete Rathaus…), there is you (…auf das Publikum…) and there is music (…und abschließend auf ihre Band). Everything fits together this evening”. Mit diesem Satz in der anfänglichen Phase des Konzertes hatte sie die Herzen der Aachener für sich gepachtet.
Nebenbei zu erwähnen ist die musikalische Begleitung von Vonda Shepard – dezent und unaufdringlich, aber doch intensiv. Sie gaben einen soliden Background für die Stimme der mcbealschen Barsängerin, die – zum Glück – immer im Vordergrund stand.
Obwohl ich nur zwei Songs von Vonda Shepard im vorhinein kannte (“Searching my soul” und “Wildest time of the world”) waren wirklich alle Songs sehr schön. Der zusammen mit Sven Schumacher performte Ally McBeal Titelsong hätte nur etwas spritziger sein können. Er wirkte im Vergleich zum Original etwas schleppend, war aber keinesfalls schlecht.
Nach zwei Zugaben mit insgesamt sechs weiteren Songs (u.a. ein Duett mit ihrer Backgroundsängerin) war das Abschlusskonzert der Deutschlandtournee beendet und das Publikum vollkommen begeistert.
Danke Vonda für diesen schönen Abend!
© David Nickel · www.david-nickel.de